Bei einem gesunden Menschen stehen bis zu 9000 neutrophile Granulotzyen (Verlinkung mit Navigationspunkt "Weiße Blutzellen") pro Mikroliter (µl) Blut zur Verfügung. Ein Mikroliter ist ein Tausendstel Milliliter. Die Bildung der neutrophilen Granulozyten wird durch Zytostatika besonders unterdrückt. Fällt dieser Wert unter 2000 pro µl Blut, so spricht man von einer Neutropenie. Der Name setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: neutrophile Granulozyten - eine bestimmte Art der weißen Blutzellen - und dem griechischen Wort "penie", was auf Deutsch "Mangel" bedeutet.
Die Neutropenie wird unterteilt in vier Schweregrade:
Bei einer Neutropenie ist eine ausreichende Immunabwehr nicht mehr gewährleistet. Krankheitserreger können sich dann ungehindert im Körper vermehren. Anzeichen für eine Neutropenie ist die erhöhte Infektanfälligkeit. Die Produktion der weißen Blutkörperchen im Knochenmark kann auch durch eine Strahlentherapie negativ beeinflusst werden. Da die Strahlentherapie im Gegensatz zur Chemotherapie eine lokale Behandlungsform ist, kommt es natürlich darauf an, welche Körperregionen bestrahlt werden. Besonders ausgeprägt ist der Abfall der weißen Blutkörperchen, wenn große Teile des Beckens oder die Wirbelsäule bestrahlt werden. In diesen Bereichen befindet sich besonders viel blutbildendes Knochenmark, das dann geschädigt wird.
Mögliche Symptome einer Neutropenie sind:
Bei Auftreten eines oder mehrerer dieser Symptome muss sofort der Arzt / die Ärztin aufgesucht werden.
Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Mit "febriler Neutropenie" ist eine Neutropenie, die mit Fieber über 38,5°C einhergeht gemeint.
Dadurch können unter anderem Lungenentszündungen, Sepsis (Blutvergiftung), schwere Magen-Darm-Infektionen, Hautentzündungen und Infektionen der Nieren und Harnwege entstehen.
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