Mukositis

Mundtrockenheit (Xerostomie)

Chemo- und Strahlentherapien können nicht nur zu Mukositis, sondern auch zu Mundtrockenheit, der so genannten Xerostomie führen. Durch das verringerte Zellteilungsvermögen können sich die Mundschleimhäute nur langsam erneuern. Es wird zu wenig Speichel produziert. Die Strahlentherapie im Kopf- und Halsbereich kann außerdem die Speicheldrüsen schädigen, was ebenfalls die Speichelproduktion vermindert.

Der natürliche Speichel übernimmt eine reihe wichtiger Funktionen: Zum einen hält der die Mundhöhle feucht. Durch seine Zusammensetzung (Flüssigkeit, Salze, Eiweiße) ermöglicht der Speichel beispielsweise das Kauen, Schlucken und Sprechen. Außerdem reinigt er Mund und Zähne. Eine weitere wichtige Funktion des Speichels sind Befeuchtung und Schutz der Schleimhäute. Täglich werden circa 1 – 1,5 Liter Speichel produziert. Die Speichelbildung kann durch eine Reihe von Faktoren wie beispielsweise Medikamente, Krankheiten und Lebensgewohnheiten beeinflusst werden. Mundtrockenheit kann zu Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches aber auch zu Karies und Mundgeruch führen.

Verschiedene Begleiterkrankungen, wie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder rheumatische Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis) können die Nebenwirkungen im Mund-Rachenraum erheblich verstärken. Hohes Alter und ein schlechter Ernährungszustand erhöhen das Risiko für Schleimhautnebenwirkungen und Mundtrockenheit ebenfalls. Darum ist ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt und die Berücksichtigung aller Begleiterkrankungen vor der Krebstherapie absolut wichtig.

Auch verschiedene Medikamente wie

  • Bluthochdruckmittel
  • Psychopharmaka (z.B. Neuroleptika)
  • Medikamente gegen Depression (Antidepressiva)
  • Medikamente gegen Übelkeit (Antiemetika)
  • Medikamente gegen Schmerzen (Opiate)
  • Medikamente gegen Allergien (Antihistaminika)

können Mundtrockenheit verursachen.

Um Mukositis und Mundtrockenheit möglichst frühzeitig zu erkennen, sollten Sie regelmäßig den Zustand der Mundschleimhaut, des Zahnfleisches und der Zähne kontrollieren. Teilen Sie eventuelle Symptome dem medizinischen Personal mit.

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