Da Zytostatika und Strahlen vor allem teilungsaktive Zellen angreifen, werden die Schleimhäute durch eine Chemotherapie besonders häufig geschädigt. Diese reagieren mit den typischen Charakteristika einer Entzündung – einer so genannten Mukositis (lat. mucus = Schleim). Die Symptome können – je nach Schweregrad – Rötungen, Schwellungen, Blutungen und schmerzhafte Geschwüre sein.
Es gibt unterschiedliche Einteilungen der Mukositis Schweregrade. Eine davon ist die Klassifikation der World Health Organisation (WHO), die objektive, subjektive und funktionale Aspekte berücksichtig:
Einteilung der Mukositis-Schweregrade nach WHO
WHO-Grade
Das Risiko für die Entstehung von Schleimhautentzündungen sowie ihr Schweregrad hängen von verschiedenen Faktoren ab. Bei Chemotherapien sind besonders Art und Dosis der eingesetzten Therapie ausschlaggebend. Patienten, die eine Hochdosischemotherapie erhalten, leiden häufig unter Mukositis. Bei der Strahlentherapie sind das Bestrahlungsfeld, die Art der Bestrahlung und die Gesamtdosis wichtige Faktoren für die Entwicklung einer Mukositis.